always happy... nicht - xosallyanne

Sonntag, 4. Februar 2018

always happy... nicht

Eins der falschesten Dinge, die sich bis jetzt auf sozialen Netzwerken wie Instagram, Facebook und sogar Pinterest verbreitet haben, ist: Immer glücklich zu sein. An etwas zu Zweifel, traurig oder nachdenklich über verschiedene Themen zu sein, gilt als unnormal bzw. Ausnahme. Warum?


Meine Bilder, mein Lächeln

Auch ich gehöre zu dem Teil der Personen, die lieber Bilder hochladen, auf denen man lächelt. Bei mir persönlich aus dem Grund, dass ich einfach netter aussehen und mich wohler fühle, quasi ''hübscher'' ohne eingebildet klingen zu wollen. Trotzdem mache ich kein Drama draus, sollte es mir nicht so gut gehen. Meistens wird dieses kenntlich durch meine Bildunterschriften oder ein kurze Story in der ich erkläre was los ist. Das nicht alles aber für sozialen Netzwerke gemacht ist, ist Fakt. Es gibt auch Sachen, die man selbst nicht teilen möchte. Außerdem gibt es überall schon so viele negative Perspektiven und Ansichten die, (als Beispiel) auf Instagram geteilt werden - also warum sollte ich mich schließlich dazu auch noch äußern?



''Es ist nicht alles gold, was glänzt''

Ich habe es satt zu hören, dass alles wieder besser wird. Man kann fast immer ehrlich sein und Sätze wie ''es wird schon wieder'' machen mich tatsächlich etwas sauer. Denn, natürlich werden die Zeiten auch wieder besser werden, aber das braucht Zeit und man muss seine Gefühle keinsten Falles herunter spielen oder gar überspielen mit Sätze wie diesem. Es hilft nämlich nicht. Und auch Leute, die einem immer wieder das Gefühl geben mit den eigenen Problemen zu nerven, sind die, die niemand als Freunde braucht. Es ist wichtig über Probleme frei reden zu können, ohne Angst haben zu müssen, das sich jemand Lustig macht oder man nicht ernst genommen wird. Und glaubt mir eins, ich spreche da aus Erfahrung. Werdet nicht ungeduldig bei der ''Beseitigung'' euer Probleme, denn das wird zum Teufelskreis; ein Problem, was an deinen Gefühlen zerrt - und der Weg, um über die Sorge (Zukunftsangst, Liebeskummer etc.) hinweg zu kommen und zu dann zu denken, dass es schnell wieder weg geht. Weil so aber keine Problembekämpfung funktioniert, wird es nur noch schlimmer, Selbstzweifel und Vergleiche mit ''happy & erfolgreichen'' Personen vorprogrammiert. Und schon wieder geht es einem schlechter anstatt besser.

Diese Personen sind einfach nicht mutig genug, um ihre wahren Gefühle Preis zugeben.
Diese Personen bemühen sich etwas zu sein, was eigentlich von alleine kommt.
Diese Personen leiden für sich und nicht für die Welt um sie herum.
Diese Personen sind nicht immer gut gelaunt oder ausgeglichen.
Diese Personen sind nicht glücklich.



Was hilft, gegen ''unhappiness''? 


Wie eben schon erwähnt hilft Akzeptanz und Reden. Ich hasse Zitate, die einem Versprechen, dass der nächste Tage wieder schön wird, dass es immer direkt nach dem Regen ein Regenbogen ist oder oder oder. Nein, diese Ansicht ist falsch. Man wird nicht nach einer Nacht wieder aufwachen, den Liebeskummer/Sorgen oder den Familienkonflikt vergessen haben. Eigentlich fühlt man sich nämlich immer noch genau so schlecht wie die Nacht zu vor. Ein Zitat, was mir aber tatsächlich immer noch im Kopf herum schwirrt ist:
“Optimist: Someone who figures that taking a step backward
after taking a step forward is not a disaster, it's a cha-cha.” 
― Robert Brault
Und zwar deshalb, weil manchmal das einzige was hilft wirklich ist, die Perspektive zu wechseln, einen Schritt rückwärts zu gehen und den Weg in eine andere Richtung zu lenken. Quasi die Ansicht zu ändern. Selbst wenn Ablenkung ist, das einzige was hilft, was viele denken - wird man nie die Möglichkeit haben 24/7 abgelenkt werden zu können. Deshalb finde ich Ablenkung zwar wichtig, aber nicht so wichtig wie den tatsächlichen Perspektiv-wechsel. 



Kommentare:

  1. Ein toller Post! Ja, irgendwie sieht es immer so aus, als wären die Personen dauer-glücklich, aber das Leben ist leider nicht so.

    Deine Jacke gefällt mir total gut :-*

    viele liebe Grüße
    Melanie / www.goldzeitblog.de

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  2. Ein sehr schöner und auch persönlicher Beitrag! Wie du selbst gesag hast, sind nicht viele Sachen für die Sozialen Medien gedacht, sondern eher füt Freunde, die einem dann auch hoffentlich in solchen schweren Zeiten helfen.
    Ich muss zu geben, dass ich mich zum Teil hinein versetzen. Als ich eine Nacht drüber geschlafen habe, ging es mir einen kurzen Moment besser, aber dann habe ich mich wieder an das erinnert, was mir den Tag davor passiert ist und mir durch den Kopf geschossen ist. Es ist ein Schmerz der lange bleibt, wenn man sich nicht austauscht oder mit jmd. ein paar Worte wechselt.
    Ich wünsche dir viel Kraft und ich hoffe für dich, dass du diese Zeit schnell und gut meisterst.

    Und das Outfit gefällt mir sehr gut!
    Liebe Grüße, magdaeva von https://lifestylemeetsmagdaeva.blogspot.de/

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  3. Schön dass du das Thema mal ansprichst. Es ist vollkommen okay die wahren Emotionen zuzeigen, denn das ist das richtige Leben. Und nicht das perfekte Bild, was von so manchen vorgegauckelt wird :)
    Liebe Grüße!
    www.lifeofmissg.com

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  4. So wahre Worte!
    Die Fotos sehen so hübsch aus und die Jacke steht dir verdammt gut. :)

    LG Pierre von Milk&Sugar

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  5. Sehr tolle und wahre Worte!
    Alles Liebe,
    Marie💗
    http://mariedyness.blogspot.de/

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  6. wirklich super das du das thema ansprichst und du hast so recht!
    das outfit finde ich übrigens super (:
    ganz liebe grüße♥

    http://laraloretta.blogspot.de/

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